Ein Reigen des Unfassbaren:

Wie weit und wohin der Strom des Lebens
fließt ist ewiges Geheimnis. Niemals wird es kundgetan.

 
Von der Quelle der Geburt bis zum Meer
der letzten Erkenntnis. Das ist das Mäandern der Zeit

und des Lebens.
 
Seltenheiten
Eine zarte Blume im Schnee,
ein fernes Licht in der Dunkelheit,
eine Sehnsucht in der Zeit ohne Zukunft,
in der Zeit der Trauer eine Sekunde ohne ihr,
eine Liebe im Verwehen einer Zeit...
 
Manche Gefühle in die Richtung
der Erinnerung, aber vielleicht auch
die Sehnsucht in die andere Richtung
der Zeit, sind, zu meinem persönlichen
Bedauern nicht in ihrer wahren Schönheit
fassbar, sondern sie tragen
die Eigenschaft einer Sternschnuppe
in sich - sie erscheinen und

verglühen. Aber genau das
ist der Charakter des Seins.

 
Gefühle eines Lebens sind
ein Teil der Unendlichkeit, so wie
die Menschlichkeit ein Teil der Liebe ist.

 
An einem Ort an dem, in einer Zeit in der,
mit einem Menschen mit dem -

die Seele frei sein darf - rare, hehre,
aber die schönsten Momente des Lebens.

 
Das Universum gebar das Bewusstsein.
Splitter des Bewusstseins etablierten
sich in Leben. Das einzelne Bewusstsein
ist eine veränderliche Reise
von Gedanken. Aus dem Dunkel wurde Licht.
Aus einer unfassbaren metaphysischen
Genese entstand die Liebe. Die Zeit ist
der Bewahrer des

Weges eines einzelnen Lebens und
erlaubt ihm zu entstehen, zu sein,
und letzten Endes zu vergehen und
in den Kreis der Unendlichkeit zurückzukehren.

 
Sehnsüchte, Hoffnungen, Gedanken, Gefühle
- erlebte (scheinbare) Unendlichkeit
innerhalb der Endlichkeit des Seins.

 
Möge deine Zeit
Freude deiner Seele sein.

 
"Alles ist meins",
sprach Chronos, der Gott der Zeit
"und du bist nur mein Atemzug"

 
Gedanken eines Momentes,
der Zeit ebenfalls untertan:

Die Zeit ändert alles.
Oft Erwünschtes in nicht Erwünschtes,
selten auch in eine Erfüllung
einer Sehnsucht. Die Jugend in das Alter,
Stabilität (Stärke) in Schwäche.
Freude in Zufriedenheit.
Liebe in ein Miteinander.
Schöne Erinnerungen in
ein vermeintlich anderes, gewesenes Leben.
Einen tatsächlich erlebten hehren
Moment in ferne Vergangenheit.
So steht es geschrieben im Buche des Lebens.

 
"Ich gehe an einen schönen Ort,
und bleibe dennoch in deinem Herzen"
sprach der Gehende.
"Weil alles was du für mich
gewesen bist, zu einem Teil
meiner Seele wurde", sprach der Bleibende.

 
Denn einst wird das Eine gewesen sein,
und einst wird das Andere wieder sein.
Und wenn das Nachglühen erloschen ist,
war es dennoch ein Teil.
Und eine Sternschnuppe der Liebe ist
auch das Ganze. Jeder Tag hat seinen Morgen
und seinen Abend, solange es die Zeit gewährt.

 
Jahre, vom Winde der Zeit verweht,
Immer Kommendes in Gewesenes geht.
Schönes und Leidvolles das Mensch Sein erlebt,
Wehmut immer nach Sehnsucht strebt.
Geist und Gefühl in Liebe vereint,
eine Menschenseele alleine - sie weint.
Wenn Dunkel wird hell, Betrübnis wird rein,
Anfang und Ende umfassen das Sein.
 
Man kann in Allem
eine Unendlichkeit fühlen
oder einen Moment.

Dies ist ein Geschwisterpaar
das Hand in Hand durchs Leben geht.

 
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Ernst Credo:
Die Würde als Maxime allen Seins.

 
Die Reise des Lebens kehrt zurück
in die Heimat der Ewigkeit.

 
"Auf ewig vorbei",
sprach eine Träne der Wehmut ...

 
"Töchter der Unendlichkeit
sind die Gedanken und Gefühle eines Menschenlebens"

 
Dass der Strom des Lebens mündet,
weisen seine Borne.

Wie er fließt ist ungewiss.
 
Treffen mit Schemen
auf dem zu gehenden Weg:
Sie kommen als
Hoffnung und Sehnsucht
und gehen als
Wahrheit und Erkenntnis.
 
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Alles ist in Ewigkeit ohne Wert,
wenn Menschen gegangen sind.

In einer Gleichzeitigkeit,
jedoch nicht für den Menschen,
der noch eine gewisse Zeit bleibt,
einen 
Menschen geliebt hat -
für ihn ist es im Rest seiner Zeit
ein Begleiter, der Wehmut genannt wird.

 
Im Einst einer Zukunft wird
die Atmung des Lebens
zur Schwester der Ewigkeit.


Ernst
und seine eigenartigen Blüten
einer Kaffeepause.

 







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